Fotoalbum als Dokument der ersten Lebensmonate
Zu allen Zeiten hat es den Wunsch gegeben, besondere Augenblicke im Bild festzuhalten. Was in früheren Jahrhunderten die Aufgabe von Malern und in der Regel nur etwas für wohlhabende Menschen war, ist heutzutage durch die vielfältigen Möglichkeiten der Fotografie praktisch für jedermann zugänglich. Insbesondere die Zeit nach der Geburt erweckt in vielen Eltern den Wunsch, die Fortschritte ihres Kindes in einem Fotoalbum festzuhalten. Für diesen Zweck sind im Handel spezielle Baby-Fotoalben erhältlich, welche bereits eine grobe Zeiteinteilung vorsehen – zunächst in Wochen, später in Monaten -, in welche die entsprechenden Bilder und außerdem Besonderheiten der Entwicklung eingefügt werden können. Ebenso schön ist natürlich ein von den Eltern individuell gestaltetes Fotoalbum, das vielleicht in der Art eines Tagebuchs abgefasst ist und auf diese Weise zu einer wertvollen Erinnerung an diese erste Zeit im Leben eines Kindes werden kann.Fotoalbum als Begleiter durch Kindergarten und Schule
Je älter das Kind wird, je mehr sich seine Fähigkeiten entwickeln, desto mehr Anlässe wird es naturgemäß auch geben, seine Fortschritte zu dokumentieren. Allerdings ist es leider oft so, dass der Vorsatz, das in den Babytagen begonnene Fotoalbum fortzusetzen, nicht verwirklicht wird, weil es an der Zeit und der Geduld fehlt, weil andere Dinge wichtiger sind. So verständlich das sein mag, so schade ist es aber auch, denn viele Kinder erleben diese Jahre besonders intensiv und haben später den Wunsch, sich Einzelheiten ins Gedächtnis zurückzurufen. Sei es das Sommerfest im Kindergarten, der große Tag der Einschulung, der erste Klassenausflug – das Fotoalbum hält alles fest und das Betrachten der Bilder kann die Vergangenheit wieder lebendig machen.Fotoalbum und das Kind als Autor
Am schönsten ist es ganz gewiss, wenn Eltern und Kinder das Familien-Fotoalbum gemeinsam gestalten können.Dies kann zunächst einmal auf die Weise geschehen, dass man sich die Bilder, die als Foto, als Ausdruck, oder auf dem Bildschirm vorliegen, gemeinsam betrachtet und dann entscheidet, welche davon in das Fotoalbum aufgenommen werden sollen. Wird das Fotoalbum oder das Fotobuch auf traditionelle Weise hergestellt, das heißt, die Bilder werden eingeklebt und beschriftet, so kann das in die Verantwortung der Kinder gelegt werden. Bei einem digitalen Fotoalbum werden das wohl eher die Erwachsenen übernehmen, wobei natürlich auch hier Anordnung und Gestaltung gemeinsam festgelegt werden können. Möglicherweise wird das Kind durch eine solche Beschäftigung sogar dazu angeregt, selbst fotografieren zu lernen. An manchen Volkshochschulen und Freizeiteinrichtungen werden spezielle Fotokurse für Kinder angeboten, in welchen der richtige Umgang mit dem Fotoapparat und Grundlagen der Bildentwicklung erklärt werden. Selbstverständlich werden die verschiedenen Stadien eines solchen Kurses vom ersten Experiment bis hin zur eigenständigen Fotografie in einem Fotoalbum festgehalten. Keine Frage, dass ein solches Fotoalbum ein Dokument ist, auf das das Kind mit Recht stolz sein wird.